Wüstenfeeling

Zu Beginn der Jordanienreise haben wir drei Wüstenschlösser besichtigt. Aber so richtig kam da kein Wüstenfeeling auf: Es war bedeckt und nieselte und es war kalt! Die Wüstenschlösser waren auch recht klein und zum Teil schlecht erhalten. Beeindruckend waren jedoch die Wandmalereien:

Aber dieses Wüstenfeeling: Fehlanzeige!

Heute waren wir kurz in Little Petra, was ich auch nicht toll fand. Danach ging es ins Wadi Run zu einer Wüstentour mit dem Jeep!

Barfuß durch den warmen Wüstensand, dazu die Weite, Tee in einem Beduinenzelt und die Wüstenschiffe! Wüstenfeeling vom Feinsten!

Die Nacht sollten wir in einem Wüstencamp verbringen!

Traumhaft!

Was vielleicht etwas fehlte, war das Gefühl, nach einer langen, anstrengenden Reise durch die Wüste endlich an einer Oase anzukommen und zu wissen, dass man hier eine sichere Nacht verbringen kann und genügend Wasser hat. Die Fahrt hierhin ist für den modernen Touristen recht komfortabel gestaltet. Durch so eine Reise verlässt man sicher nicht seine Komfortzone!

Aber es ist trotzdem toll! Hier gibt es lokales Essen, lokale Musik … Ach ja und Shisha kann man hier auch rauchen! Auch Frau mit Kopftuch raucht hier!

Werbeanzeigen

Petra bei Nacht

Die Ankunft gestaltete sich schon etwas schwierig. Wir haben uns am Vormittag etwas Zeit gelassen und dann am Nachmittag die Festung Karak schon im Schnelldurchlauf gemacht. Bis nach Petra ist dann auch noch ein ganzes Stück zu fahren! Wir sind gleich zum Hotel gefahren und standen nicht auf der Liste. Na toll! Das Klischee der Katalogreise wurde bestätigt! Unser Reiseleiter (Er war am Vortag noch beim Arzt und Ihm ging es wieder gut). kümmerte sich rührend und telefonierte und machte… Ich wollte an diesem Abend „Petra bei Nacht“ machen. Aber die Zeit wurde immer knapper! Außerdem hatte ich das zwar mit der Reise gebucht, aber ich hatte keinen Beleg und wusste daher, wie das funktionieren soll.

Nach einigen Anrufen des Reiseleiters und einem Getränk auf Kosten des Hauses, wurde ich dann zu meinem Hotel gebracht. Dort sollte ich auch die nächsten zwei Nächte bleiben.

Petra bei Nacht war aber nicht mehr drin! Aber am nächsten Tag ist ja auch noch eine Möglichkeit.

Am nächsten Tag ging es um 9 Uhr los! Die anderen beiden Mitreisenden hatten ihr Gepäck wieder mit, da sie noch nicht wussten, in welchen Hotel sie sein werden. Was soll man da sagen!

Petra ist anstrengend aber die ganze Anstrengung wert! Wie bei vielen dieser Orte stören nur die Touristen! Die Markttreibenden sind auch etwas störend, aber sie waren zu keiner Zeit aufdringlich!

Man geht erst einen breiten Weg, vorbei an einigen Gräbern, und kommt dann an die Schlucht! Man schlängelt sich dann durch die Schlucht, wobei man rechts und links vom Weg von einen Wasserkanal begleitet wird, vorbei an einigen in Stein gemeißelten Göttern .,. Und erreicht dann endlich:

Wahnsinn! Von der Größe kann man nur beeindruckt sein!! Darunter gibt es eine noch nicht freigelegte dritte Etage! Man konnte leider nicht ran, geschweige denn rein!

Wir sind dann weiter und unser Reiseführer schlug einen anderen Weg vor. Und so sind wir über einige Felsen geklettert, wieder an Gräbern vorbei und konnten dann das Amphitheater von oben bestaunen!

Beeindruckend, oder?? Auf dem Rückweg sind wir unten vorbei gelaufen und ich fand nicht mehr so spektakulär! Aber von hier oben war es überwältigend!

Wir sind dann weiter zu den nächsten Gräbern und zur Kirche und vorbei an Tempeln… Dann war endlich Pause! Und wir haben die Aussichten genossen!

Naja und dann wollten wir noch zum Kloster! Über 800 Stufen! Aber auch die lohnen sich!

Der Rückweg war dann etwas leichter. Leider hatten wir keine Zeit für den Tempel, welchen wir schon von oben gesehen hatten. Aber von oben war er wahrscheinlich beeindruckender! Es war dann auch schön leer und es waren kaum noch Touristen dort!

Wir sind dann durch die Schlucht zurück! Da es langsam dunkel wurde und man dort fast alleine war, wirke das noch imposanter!

Wir sind dann alle erschöpft zurück ins Hotel gekommen! Aber ich konnte mich jetzt nicht aufraffen und nochmal den Weg in Rahmen von Petra bei Nacht zu laufen.

Morgen steht Little Petra auf dem Programm.

Jordanien – oder meine erste „Katalogreise“

  • Ich kenne das Gefühl, wenn man reist und nur den Flug und vielleicht die Unterkunft für die erste Nacht oder die ersten zwei Nächte gebucht hat. Man freut sich auf das Neue, und ist aufgeregt, denn irgendwie ist ja alles Weitere noch ungewiss! Man informiert sich über mögliche Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Busfahrpläne…. und lässt sich dann treiben! Meist habe ich mir unterwegs überlegt, wohin ich demnächst will und habe dann meist einen Tag im voraus die Unterkunft gebucht und eventuell ein Busticket gekauft. Einige Flugtickets hatte ich in Asien auch zwei Tage vor Abflug gebucht. Also alles recht spontan! Was ich daran gehasst habe, war die ganze Planung. Die ganzen Überlegungen, wohin und wie und wohin und wie weiter oder wie lange… So viele Optionen die man hat! Mit dem Bus am Tage oder den Nachtbus? Oder mal ein Boot nehmen? Ich fand es anstrengend! Besonders im ersten Teil der Reise in Asien. Bei meinem zweiten Teil in Mittelamerika lief das viel besser. Anscheinend habe ich was gelernt!
  • Jetzt wollte ich nach Jordanien! Eigentlich wollte ich schon damals hin, als ich in Jerusalem war! Bin aber nie dazu gekommen! Als ich jetzt anfing, mir zu überlegen, was ich sehen will und mir eine Route zusammen stellte, bin ich im Internet auf eine passende Rundreise gestoßen!

    Da ich mir dann überlegte, dass ich vor Ort keine Lust auf Planung haben werde, hab ich die Reise gebucht! Sicher teurer, als wenn ich das selber gebucht hätte! Ich hätte zum Beispiel einfachere Unterkünfte gewählt. Aber was soll der Geiz!

    Als es dann an den Start ging, wurde ich nervös! War die Agentur seriös? Ist mein Flug, mein Zimmer und das Alles wirklich gebucht? Es ist ja ein Vorteil so einer Katalogreise, dass man sich um nichts kümmern muss! Aber irgendwie fand ich den Gedanken befremdlich, sich so in Abhängigkeit zu begeben! Man hört ja öfter von überbuchten Hotels oder Flügen! Aber bis jetzt lief alles super!

    Zum Glück sind wir eine kleine Gruppe von nur drei Leuten! Daher sind wir doch etwas flexibler! Aber manchmal würde ich gern einige antike Stätten auf eigene Faust erkunden! Ich geh dann mit dem Navi durch. So vergesse ich auch nichts! Ein Guide zeigt einem vielleicht auch nicht alles und erzählt auch nur das, was auf den Schildern oder im Reiseführer steht. Aber unser Reiseführer ist echt gut! Und auch der Fahrer!

    Wir haben auch schon viel gesehen! Die Reise bietet ja auch alles, was ich sehen wollte! Wir waren in Jerash, in Amman und in einigen Wüstenschlössern mit tollen Wandmalereien!

    Wobei bei 10 Grad und leichtem Regen kein Wüstengefühl aufkam!

    Heute waren wir am Toten Meer! Ich war ja schon mal am Toten Meer von israelischer Seite. Aber mir wurde gesagt, dass die jordanische Seite schöner ist.

    Nun ja! Es gibt hier mehr Luxushotels und Spas und Palmen! Die jordanische Seite ist stärker erschlossen. Auf israelischer Seite fand ich es dafür ruhiger (wobei es vor 10 Jahren vielleicht einfach noch nicht so touristisch war). Und dort gibt es heisse Quellen! Stinkt zwar nach faulen Eiern, macht aber schön und ist gesund! Denke ich jedenfalls! War eine schöne Sache damals, die heute fehlte!

    Ein Vorteil einer Katalogreise ist sicher auch, immer eine Ansprechperson zu haben. Zum Beispiel wenn man krank ist. Und damit habe ich ja einige Erfahrungen! Als krank im Ausland und Krankenhausaufenthalte! Man ist immer froh, wenn jemand mitkommt und beim übersetzen hilft! Jetzt hat man einen, der auch noch Deutsch spricht und hier Arabisch! Da machen mir meine Zahnschmerzen weniger Angst!

    Doch heute ist dann unser Guide abgeklappt!! Möglicherweise unterzuckert?!? Nach einer Weile sind wir dann weiter. Wir waren mit dem Programm durch und es ging nur noch nach Hause. Ich hoffe, es geht ihm morgen wieder besser. Morgen geht es dann mit Zwischenstationen nach Petra! Petra selbst steht übermorgen auf dem Programm! Das wird dann sicher der Höhepunkt und danach geh es zum Baden und Entspannen ans Rote Meer!

    Der erste Tag ist mal wieder nicht mein Tag

    Gestern habe ich angefangen, meine Sachen zu packen bzw. bereit zu legen. Heute Morgen bemerkte ich, dass eine meiner geliebten Katzen in meinen Koffer gepinkelt hat. Ich war bedient! Zum Glück handelte es sich hauptsächlich um meine modernen Sachen, wie T-Shirts und nicht um meine historischen Sachen! Ich fahre nämlich unter anderem zu einem gemütlichen Beisammensein im Jahr 1801 in die Schweiz! Da hätte ich keine anderen Sachen gehabt, falls diese benässt worden wären. Aber ein anderes Shirt und eine andere Hose hab ich ja noch im Schrank! Also etwas umgepackt und los!

    Naja, ich sollte vielleicht auch ein Shirt anziehen und nicht nur im BH los fahren. Kommt nicht so gut an!

    Dann endlich los nach Potsdam, wo ich noch einen wichtigen Termin habe. Wir sind auch etwas ins Quatschen gekommen und so wurde die Zeit knapp. Da hätte ich doch glatt aus lauter Eile meinen Rucksack stehen lassen. Aber das ging ja noch mal gut!

    Auto fahren macht Spaß! Wenn es keine Baustellen gibt!! Wobei die weniger das Problem sind. Schlimmer sind die Sperrungen mit nicht ausgeschilderten Umleitungen! Aber wie heisst es so schön: Nur fliegen ist schöner! Ich hoffe, ich bekomme keine teuren Passfotos!

    Auf dem Weg fiel mir ein, dass ich meine Sonnenbrille und mein Pyjama vergessen hatte. Ein Schloss für den Koffer wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen. Aber es geht auch ohne.

    Am Parkplatz angekommen hab ich meinen Autoschlüssel nicht vom Schlüsselbund lösen können, aber der gute Mann dort half mir.

    Endlich saß ich entspannt im Flieger und habe mir eine heisse Schokolade mit Muffin gegönnt! Beides sehr lecker, wobei Teile des Kakaos auf meinem Shirt landeten. Schön verteilt auf vier große Flecken! Somit war die Frage der Nachtwäsche geklärt!

    Am Flughafen in Basel lief alles toll. Ich war ja schon öfter da.

    Am Bahnhof in Basel wollte erst das WLan nicht so richtig. Damit wusste ich auch nicht mehr meinen Reiseplan… Aber das hat sich dann gefangen. Ich hab mir den Fahrplan dann noch schnell abfotografiert (Bildschirmfotos sind dafür eine tolle Sache!!). Der eine Fahrkartenautomat nahm nicht alle Buchstaben und Tasten an, sodass ich zu einem anderen Fahrkartenautomaten wechselte. Der funktionierte und ich half noch einem anderen Pärchen, welches auch Probleme am anderen Automaten hatte.

    Ich bin dann noch schnell in den kleinen Supermarkt und habe Milch für das Treffen gekauft! Warum hab ich mir nichts zu trinken gekauft?

    Geld holen war auch nicht mehr drin (Ich hatte anfänglich noch 100 Franken, doch die Hälfte war jetzt schon ausgegeben). Der Zug geht in knapp 10 Minuten. Dann stellte ich leicht panisch werdend fest, dass ich ein falsches Ticket gekauft habe. Hab mich von den Franzosen, denen ich noch half, zu sehr ablenken lassen und einen falschen Ort angeklickt. Bin dann in die Servicehalle – Da hiess es Nummer ziehen! Halbe Stunde Wartezeit! Ich versuche mein Glück bei einer jungen Frau in Schweizer Bahnuniform. Sie meinte, dass kann sie hier an einem Sonderschalter sehr schnell regeln. Ich bin glücklich und bekomme mein richtiges Ticket und noch 7 Franken und schaffe meinen Zug!

    Der Zug bummelt leider, sodass auf dem nächsten Bahnhof nur Zeit für den Bahnsteigwechsel bleibt und ich nicht in die Nähe von Getränken oder einem Geldautomaten komme.

    Laut meinen Karten sind gegenüber vom nächsten Umsteigebahnhof zwei Banken und ein Automat auf dem Bahnhof und ein Kiosk! Und ich hab 14 Minuten, bwz. es scheinen öfter S-Bahnen in meine Richtung zu fahren.

    Was soll ich sagen: Die 14 Minuten haben gereicht! Ich hab jetzt Geld und was zu trinken und freu mich auf den Prosecco, den die Mädels hoffentlich bereit halten!

    Costa Rica – Und die Bretter, die die Welt bedeuten!

    Nachdem ich einige Zeit in Turrialba Spanisch gelernt habe und im Norden unterwegs war, wollte ich dann an der Küste entspannen. Und so bin ich nach Sámara gefahren. Die Fahrt war etwas abenteurlich. Man könnte einen recht teuren Shuttle nehmen, oder einen preiswerten Bus. Ich bin mit dem Bus gefahren. An der Panamerika hält der Bus dann an und lässt einen raus. Dort muss man auf den nächsten Bus warten, der hoffentlich anhält und noch Platz hat. Zum Glück war ich nicht alleine! Nach über einer Stunde kam der Bus. Er war schon recht voll und so musste ich den Rest der Reise im Bus für mehr als eine Stunde stehen. In Nicoya musste man dann noch den Busbahnhof wechseln und mit dem nächsten Bus weiter fahren. Der war schon recht klapprig, aber okay!

    Und so bin ich am Nachmittag in Sámara angekommen. Und was soll ich sagen! Der Strand dort ist toll! Er ist breit und es gibt immer wieder schattenspendende Palmen! Einfach ein Traum! Man kann sich dann auch immer mal wieder eine frische Kokosnuss holen. Einfach schön! Aber da ja nur am Strand rumgammeln langweilig ist, hab ich mich entschlossen, mal das mit den Bretter, die die Welt bedeuten – also dem Surfbrett – zu probieren. Und das obwohl ich keine Wasserratte bin und ein Feigling noch dazu. Aber das Wasser am Strand wird nur seeehr langsam tief! Das ist ideal für Surf-Anfänger! Aber es ging ja erstmal trocken auf dem Land los. Da sah das alles noch einfach aus! Aber dann ging es ins Wasser! Da es sehr langsam tief wird, kann man sehr weit ins Meer gehen und steht dann immer noch im brusttiefen Wasser! Dann legt man sich aufs Bord, paddelt Richtung Strand und stellt sich  hin! Einfacher gesagt als getan!

    Ich hatte einen tollen Lehrer! Aber wenn man wie ich zu feige zum Hinstellen ist, dann wird das nichts! Ich hab mich immer erst mal hingekniet, um ein Gefühl für das Brett und die Geschwindigkeit zu bekommen. Aber das mit dem Hinstellen wollte nicht klappen. Ich weiss nicht mehr, wie oft ich es probiert habe: Mit dem Bord raus, rauflegen, lospaddeln, und dann….. nur hinknieen. Und wenn ich mal weiter versucht habe, hab ich mich nicht richtig hingestellt und mich somit zu weit nach vorn oder zur Seite gelehnt und bin ins Wasser gefallen. Und ins Wasser gefallen und ins Wasser gefallen und ins Wasser gefallen. Wir waren eine Stunde draußen! Das war ganz schön frustriend!!

    Und so hab ich es entgegen aller Prognosen beim ersten Mal nicht geschafft, mich hinzustellen. Ich war recht enttäuscht, aber vielleicht doch eher sauer auf mich selbst, da ich zu feige war!

    Am nächsten oder übernächsten Tag hab ich es nochmal versucht. Wieder beim selben Lehrer, aber mit einer abgewandelten Technik. Die ist sicher nicht die Richtige, aber da ich immer wieder in die knieende Position gekommen bin, war die sehr gut! Und so ging es wieder ins Wasser und ich habe doch tatsächlich geschafft, einige Mal auf dem Brett zu stehen und es zum Strand zu schaffen!!!! Juppi! Das macht dann richtig Spaß!! UNd war auch sehr motivierend für weitere Versuche! Ich wollte das in den nächsten Tagen noch weiter probieren, aber leider hab ich mich bei dieser Aktion erkältet! Und so hab ich dann nur noch den Strand genossen! Zudem gba es auch dort tolle Sonenuntergänge!

    Aber es wird sicher nich mein letzter Versuch gewesen sein, auf dem Brett zu stehen, was in solchen Gegenden die Welt bedeutet!

    Costa Rica

    Nach vier Monaten Südostasien ging es dann nach Mittelamerika. Die Anreise verzögerte sich allerdings um zwei Tage, da in der Karibik ein Hurrikan tobte.

    Begonnen hab ich meinen Aufenthalt dort mit einem dreiwöchigen Sprachkurs, um für die weitere Reise gut vorbereitet zu sein. Weiterhin ziehe ich doch öfter vor, von Zeit zu Zeit lieber länger an einem Ort zu sein und auch erstmal anzukommen.

    Und so war ich in Turrialba, mitten in Costa Rica! Turrialba ist eine kleine, gemütliche Stadt, die sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit setzt!

    Die Sprachschule liegt etwas außerhalb der Stadt und es ist dort ruhig! Sehr ruhig! Manchmal zu ruhig!

    In der ersten Woche waren es insgesamt sieben Schüler und ein Volontär. Aber Letzerer hat uns auch sehr schnell verlassen! Von den sieben Schülern war ich dann mit zweien im Kurs. Ich war zwar Anfänger, aber Dank meiner Portugiesisch-Kenntnisse, bin ich mit zwei Mädels in eine Klasse gekommen, die schon zweieinhalb Wochen Schule hatten! Am ersten Tag wurde alles wiederholt, was sie bisher durchgenommen hatten und ich hatte danach viele Hausaufgaben! In den letzten beiden Wochen waren wir insgesamt nur drei Schülerinnen und ein neuer Volontär. Und so hatte ich Einzelunterricht! Abgeschlossen hab ich dann mit A2!

    Klassenzimmer im Grünen
    Mein Klassenzimmer

    Die Aussicht war auch sehr schön: Direkt auf den Vulkan. Ein aktiver Vulkan!

    Grüne Aussicht

    Manchmal hatte er etwas bedrohliches! Aber er blieb die ganze Zeit ruhig!

    Ich hab auch einen Tanzkurs besucht: Bachata, Marengue und Salsa! Aber meine Hüfte ist für diese lateinamerikanischen Rhythmen zu steif! In der kurzen Zeit lernt man nicht sehr viel, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

    Dann stellte sich mir die Frage, was ich nun machen wollte: Karibik- oder Pazifikküste? Doch das Wetter hat für mich entschieden! In der Karibik tobte ein Hurrikan, der aber dafür sorgte, dass es an der Pazifikküste stark regnete. Es gab Überflutungen mit weggespülten Brücken und auch einigen Opfern. Und so fuhr ich nach Porto Viejo an die Pazifikküste.

    Ich hatte zwar überlegt, ob ich mir auf der Reise lieber wieder spontan vor Ort ein Hostel buche, aber ich hatte das noch mal online gemacht. Und das war auch gut so, denn es war ein verlängertes Wochenende und so waren auch viele Ticos unterwegs.

    Der Ort ist recht klein und dafür aber sehr touristisch. Das Wetter war durch den Hurrikan auch hier nicht so tropisch (warm und ruhige See), wie man sich das wünscht! Und so habe ich auf ein Bad in der Karibik verzichtet.

    An einem Tag hab ich mir noch ein Rad ausgeliehen und bin in das Jaguar Rescue Centre. Dort werden verletzte Wildtiere aufgepäppelt und dann – wenn möglich – freigelassen. Hauptsächlich arbeiten dort Volonäre aus der ganzen Welt. Aber das Ganze ist sehr touristisch. Das Centre lebt von den Führungen! Bei der Führung waren so viele Leute, dass es ungefähr 10 Gruppen gleichzeitig gab, die dann durch das Gelände geschoben wurden. Das war sehr voll und für die Tiere sicher nicht so schön. Aber diese kleinen Faultiere sind schon süß!

    Am Abend ging es dann noch kurz in die andere Richtung, zum Playa Negra. Der schwarze Sandstrand ist mal was anderes!

    Ich bin danach wieder nach Turrialba.

    Ich stieg in Porto Viejo in den Bus. Den musste ich dann in Limon wechseln. Da mann auch eine andere Busgesellschaft für die Weiterfahrt benutzen muss, muss man den Busbahnhof wechseln. Auf der Fahrt nach Siquirres war der Bus recht leer, aber ich saß neben einem älteren Herren, der von seinem deutschen Freund „Alter Mann“ genannt wurde. Ich unterhielt mich mit dem „Alten Mann“ etwas auf Spanisch, gemischt mit ein paar Brocken Englisch und einigen deutschen Wörtern und dazu Hände und Füsse. Er erzählte mir von seiner Klassik-Sammlung und dass er Beethoven und Mozart mag. Er wusste, dass es in der deutschen Spache Umlaute gibt und wunderte sich darüber. So ganz konnte ich ihm das auch nicht erklären, aber ich sprach ihm vor, wie sich ein „u“ im Unterscheid zu einem „ü“ anhört. Und das ja die Stadt Cologne im Deutschen eigentlich Köln heisst, oder Munich München. Und das sind auch gute Beispiele für Umlaute. Er zeigte mir aus dem Bus, wo er früher wohnte und dass er an dem einen Fluss immer spielte. Er erzählte mir von seiner Augenoperation. Und er sagte mir, dass Costa Rica nicht so ökologisch ist, wie es immmer tut. Nachts werden unerlaubt Pestizide auf den Feldern ausgebracht und viele Leute wildern unerlaubt in den Wäldern. Das ernüchterte meine Sichtweise auf Costa Rica wieder etwas. Zudem sagte er, dass ich auf mein Gepäck aufpassen soll. Das kommt im Bus oder an den Busstationen öfter abhanden. Der „Alte Mann“ sagte mir auch, dass ich ein Buch über meine Erlebnisse schreiben sollte. Nunja, erstmal bleib ich bei dem Blog hier.

    Das Gespräch hat mich sehr beeindruckt. Der Mann wusste soviel und war so offen zu mir und wir haben uns die ganze Zeit irgendwie unterhalten. Wir waren bei de sehr geduldig im Erklären und Zuhören und es war eine sehr schöne Zeit mit ihm.

     

    Von Turrialba aus ging es nochmal einen Tag nach Guayabo und einen Tag ins Catie (Botanischer Garten der Universität), und danach ging es dann Richtung Pazifik, allerdings mit Stopp in den Bergen!

    Singapur – pure Superlative

    Für Singapur hatte jch leider nur 4 Nächte! Am ersten Tag hat es zudem viel geregnet, sodass ich nicht ins Zentrum der faszinierenden Metropole gefahren bin. Das Hostel war im indischen Viertel und so habe ich nur dieses am ersten Tag erkundet! Aber der exotische Charme und die Mischung der verschiedenen Stile gefiel mir.

    Am zweiten Tag ging es mit der Bahn in die Stadt und ich bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen! Schon die U-Bahnstationen sind gigantisch und so habe ich vor lauter Geschäften erstmal keinen Ausgang gefunden. Endlich an der frischen Luft wird man von den Wolkenkratzern erschlagen! Einfach mega! Dazwischen gibt es immer wieder alte Kolonialbauten.

    Dazu ist die Stadt sauber, was nach dem Müll in den anderen Ländern (außer Kuala Lumpur) sehr angenehm war! Gehupt wurde auch nicht! Das fand ich in den anderen Ländern auch nervig! Der Straßenverkehr war sehr rücksichtsvoll!

    Vor der Skyline wirkte der Merlion irgendwie niedlich. Der Merlion ist ein Fabelwesen (halb Löwe, halb Fisch) und das Wahrzeichen der Stadt.

    Am beeindruckendsten fand ich ja das Marina Bay Sands Hotel! Einfach Mega! Ich konnte das nicht oft und lange genug bestaunen!

    Dann war ich in der Esplanade, dem Konzerthaus. Die Gestalt erinnert an Ínsektenaugen. Dort gibt es immer kostenlose Konzerte im Foyer oder abends auf der Freiluftbühne. Abends hab ich im Dunkel ein schönes Konzert auf der beleuchteten Bühne genossen!

    An meinem zweiten Tag in der City bin ich dann auf das Observation Deck des Sky Parks (auf die Plattform des Marina Bay Sands Hotel) und und hab die Aussicht über die Stadt genossen! Daneben steht das Singapur Flyer – Das größte Riesenrad der Welt – und das sieht plötzlich sehr klein aus!

    Die Dann ging es noch in die „Gardens by the Bay“. Leider regnete es wieder mal und so konnte man nicht auf den Skywalk (Hängebrückenweg nahe der Baumwipfel).

    Ich hab dann im Souvenirladen altmodische Postkarten gekauft und dort gleich geschrieben. Irgendwas musste ja man im Regen machen! Als es dunkel wurde, hörte der Regen auf und so konnte ich noch die Lichtshow geniessen! Die illuminierten Supertrees (künstliche Bäume) sind genial!